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30. & 31.01.2014

LCI-Symposium 2014: "Pathogenesis of Infection"


Location: BNITM

Warum schaffen es Krankheitserreger trotz Immunantwort zu überleben und warum können Infektionskrankheiten chronisch werden? Was verursacht ein hämorrhagisches Fieber? Wie weit ist die Forschung bei dem hoch ansteckenden Norovirus?
Diese und andere Fragestellungen sind Inhalt des Symposiums „Pathogenesis of Infection“, das vom 30. bis 31. Januar 2014 in Hamburg stattfindet.


Auch in diesem Jahr folgen renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Einladung des „Leibniz Center Infection“ (LCI), um sich an zwei Tagen über Funktion und Abwehr des menschlichen Immunsystems bei spezifischen Krankheitserregern zu informieren und über neueste Forschungsergebnisse zu diskutieren. Gastgeber des Symposiums ist LCI, ein Verbund der drei norddeutschen Leibniz-Institute, dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM), dem Forschungszentrum Borstel (FZB) und dem Heinrich-Pette-Institut für Experimentelle Virologie (HPI), der die Kompetenz der Infektionsforschung bündelt.

Einladung zum Symposium & Pressegespräch

LCI-Symposium „Pathogenesis of Infection 2014“: 30. bis 31. Januar 2014

Pressegespräch: 30. Januar | 12.30 bis 13.30 Uhr | Seminarraum Neubau

Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Bernhard-Nocht-Straße 74, 20359 Hamburg

Programm & Anmeldung bis zum 27.01.14: press(at)lc-infection.com,

Tel. 040 48051-108 oder 040 42818-264

 
Unser Immunsystem reagiert mit der Immunantwort auf in den Körper eingedrungene Erreger wie Bakterien, Viren oder auf krankhaft veränderte Zellen, die von den Leukozyten (weiße Blutkörperchen) als fremd erkannt werden. Die Reaktion kann sich ebenso gegen körpereigene Stoffe, die fälschlich als fremd erkannt werden (Autoimmunität), oder Substanzen aus der Umwelt (oft Auslöser für Allergien) richten. „Das Immunsystem steht bei jeder Infektion vor der Herausforderung, die Erreger zu eliminieren, dabei aber möglichst wenig Schaden im Körper zu verursachen“, erklärt Prof. Bernhard Fleischer vom BNITM.

Die komplexe Immunantwort umfasst die Aktion verschiedener Proteine und Abwehrzellen des Immunsystems wie T-Lymphozyten, Monozyten oder natürlichen Killerzellen (NK-Zellen). Auf dem internationalen Symposium halten Immunologinnen und Immunologen Vorträge über die Rolle der NK-Zellen, die erste Verteidigung in den frühen Stadien einer viralen Infektion, bei HIV- oder HCV-Infektionen und über aktuelle Forschungsergebnisse zum weitverbreiteten Norovirus. Die Vortragenden präsentieren Ergebnisse ihrer Forschung zur Beeinflussung von an der Immunantwort beteiligten Molekülen, um eine Immunpathologie bei Malaria zu verhindern oder eine Impfung zu verstärken. Chronische Erkrankungen werden an den Beispielen der Tuberkulose und Hepatitis aufgegriffen. Dabei gehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Frage nach, warum gerade die Leber der bevorzugte Ort für chronische Hepatitis ist. „Unser Verständnis dafür, unter welchen Bedingungen eine Infektion z.B. durch den Tuberkuloseerreger zur Krankheit führt oder nicht, und welche Langzeitfolgen daraus resultieren, wird erst durch das gleichzeitige Studium der wechselseitigen Interaktionen zwischen Erreger und Wirt geschärft“, führt Prof. Ulrich Schaible vom FZB aus.

In der Keynote-Lecture spricht Prof. Maria G. Masucci vom Karolinska Institutet in Stockholm über Krebserkrankungen, die infolge von Virusinfektionen und dem fehlenden Einsatz der Immunantwort hervorgerufen werden. Weitere Vorträge befassen sich mit dem Merkel-Zell-Polyomavirus, das als einziges bisher bekanntes menschliches Polyomavirus an der Tumorentstehung beteiligt ist sowie dem Keim Helicobacter pylori, den geschätzt die Hälfte der Weltbevölkerung in sich trägt und der als Hauptrisikofaktor für Magenkrebs gilt.

Das jährliche Symposium informiert Vortragende und Zuhörende über neueste Forschungserkenntnisse und bietet eine Plattform zum Austausch sowie für neue Kooperationen. Prof. Dr. Marcus Altfeld, Virusimmunologe am HPI: „Ein besseres Verständnis der Pathogenese von Infektionen und Autoimmunerkrankungen ist sehr wichtig für die Entwicklung neuer Therapiekonzepte. Und das Symposium der Leibniz-Institute bietet eine hervorragende Plattform für gemeinsame Diskussionen.“